BITmarkets Team
Jan 27, 2026
Diese veränderte Haltung wurde auch von Brian Armstrong, CEO von Coinbase, bestätigt, der sagte, eine wichtige Erkenntnis aus seiner Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos vom 19. bis 23. Januar sei eine spürbare Veränderung in der Einstellung von Bankmanagern gegenüber Kryptowährungen gewesen. Unter Bezugnahme auf Gespräche mit mehreren namentlich nicht genannten Bank-CEOs sagte Armstrong: „Die meisten von ihnen sind tatsächlich sehr kryptofreundlich und sehen darin eine Chance, einige sind noch nicht ganz so weit. Der CEO einer der zehn größten Banken weltweit sagte mir, dass Kryptowährungen für sie oberste Priorität hätten und sie diese als existenziell betrachteten.“
Dies steht im Gegensatz zu früheren Jahren, als einigen US-Banken vorgeworfen wurde, eine feindselige Haltung gegenüber Kryptowährungen einnahmen und angeblich an Initiativen wie der sogenannten Operation Chokepoint 2.0 beteiligt waren, die laut Kritikern darauf abzielte, Krypto-Unternehmen von Bankdienstleistungen auszuschließen.
Das neueste Update von River umfasst die Schweizer Bankengruppe UBS, die in den USA tätig ist und Berichten zufolge erwägt, ihren vermögendsten Kunden den Handel mit Bitcoin und Ether anzubieten, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht von Bloomberg hervorgeht.
Unter den „Big Four” der US-Banken hat JPMorgan Chase erklärt, die Einführung des Kryptohandels zu prüfen, Wells Fargo bietet institutionellen Kunden bereits Bitcoin-besicherte Kredite an, und Citigroup untersucht Krypto-Verwahrungsdienste für institutionelle Kunden. Zusammen verwalten diese drei Banken laut Schätzungen von Forbes Vermögenswerte in Höhe von mehr als 7,3 Billionen US-Dollar.
Trotz dieser Fortschritte haben die Banken noch nicht alle Bereiche des Kryptomarktes vollständig angenommen. Viele kritisieren weiterhin lautstark renditestarke Stablecoins und argumentieren, dass solche Produkte Risiken für das gesamte Finanzsystem mit sich bringen könnten.
Nicht alle großen US-Banken haben Interesse an Bitcoin-bezogenen Dienstleistungen bekundet. Die Bank of America, das verbleibende Mitglied der „Big Four“ und insgesamt zweitgrößte US-Bank, hat laut River noch keine Pläne zur Einführung von Kryptoprodukten bekannt gegeben. Forbes schätzt die Gesamtvermögenswerte der Bank of America auf mehr als 2,67 Billionen US-Dollar.
Auch andere große Institute bleiben vorsichtig. Capital One mit einem Vermögen von rund 694 Milliarden US-Dollar und Truist Bank mit rund 536 Milliarden US-Dollar haben bisher keine Absicht bekundet, in den Bereich der Bitcoin-Dienstleistungen einzusteigen.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/top-us-banks-bitcoin-services-trading-custody
https://www.forbes.com/advisor/banking/largest-banks-in-the-us