BITmarkets Team
Nov 06, 2025
Die Bank of England hat angekündigt, Stablecoin-Vorschriften "so schnell wie die Vereinigten Staaten" einzuführen. Das Ziel ist es, mit den wichtigsten globalen Partnern Schritt zu halten und sicherzustellen, dass die britische Herangehensweise an Digitalwährungen nicht hinter den Entwicklungen in den USA zurückbleibt.
Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Breeden sprach auf der SALT-Konferenz in London und betonte, dass die Angleichung der regulatorischen Schritte zwischen Großbritannien und den USA "entscheidend" für die Aufrechterhaltung der Stabilität und des Vertrauens in einem wachsenden Sektor ist, der mittlerweile einen Wert von über 310 Milliarden Dollar hat.
Die britische Regierung wird laut Breeden voraussichtlich bald einen umfassenden regulatorischen Rahmen für Stablecoins vorlegen. Der Schritt erfolgt inmitten von Bedenken, dass London seinen Vorsprung in der Kryptopolitik verliert, insbesondere nachdem die Vereinigten Staaten im Juli den bahnbrechenden GENIUS Act verabschiedet haben, der klarere Regeln für Stablecoin-Emittenten festlegt.
Breeden bestätigte auch, dass die britischen Regulierungsbehörden in direktem Kontakt mit ihren US-Kollegen stehen. Dies folgt auf ein Treffen zwischen der britischen Schatzkanzlerin Rachel Reeves und dem US-Finanzminister Scott Bessent im September, bei dem beide Länder vereinbarten, die Koordinierung in Bezug auf Kryptowährungen und Stablecoins zu vertiefen.
Die Entscheidung kommt nach monatelangem Druck von britischen Krypto-Organisationen, die die Regierung drängten, eine innovationsfreundlichere Haltung zu vertreten. Auch die Bank of England sah sich im vergangenen Jahr mit einem Vorschlag konfrontiert, den individuellen Stablecoin-Besitz auf 10.000 bis 20.000 Pfund zu begrenzen, was Experten als kostspielig und unpraktisch erachteten.
Das Interesse an einer Stablecoin-Regulierung wächst über den Atlantik hinaus. Die kanadische Regierung stellte am Dienstag einen Plan vor, der Emittenten von fiat-backed Stablecoins dazu verpflichtet, ausreichende Reserven zu halten und strenge Risikomanagementstandards einzuhalten. Die neue Gesetzgebung ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Modernisierung der Zahlungssysteme und zur Beschleunigung digitaler Transaktionen für über 41 Millionen Kanadier.
Auch jenseits des Atlantiks gewinnt die institutionelle Einführung von Stablecoins an Fahrt. Unternehmen wie Western Union, SWIFT, MoneyGram und Zelle haben Integrationen oder Pilotprogramme mit Stablecoin-basierten Zahlungssystemen angekündigt.
Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums vom April könnte der Stablecoin-Markt bis 2028 von heute 310 Milliarden Dollar auf bis zu 2 Billionen Dollar wachsen.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/england-vows-keep-pace-us-stablecoin-regulation