Wie sich die Krypto-Besteuerung in Europa ab 2026 ändert

BITmarkets Team

Dec 31, 2025

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31.12.25.01
Ab dem 1. Januar 2026 gelten für Europäer neue steuerliche Meldepflichten im Rahmen der EU-Richtlinie über die Verwaltungszusammenarbeit (DAC8), die den bereits durch die Gesetzgebung zu den Märkten für Krypto-Assets (MiCA) geprägten Regulierungsrahmen um eine weitere Ebene ergänzt. Die neuen Regeln erhöhen zwar die Transparenz, ändern aber nicht grundlegend die Art und Weise, wie Krypto-Vermögenswerte auf nationaler Ebene besteuert werden.

Mit dem Herannahen der nächsten Steuersaison bereiten sich viele Krypto-Inhaber in ganz Europa auf eine genauere Prüfung vor. In den meisten Rechtsordnungen werden Kryptowährungen noch immer weder als Geld noch als legale Währung behandelt, sondern eher als Eigentum oder Kapitalanlage. Die Besteuerung hängt daher davon ab, wie Kryptowährungen verwendet werden - ob sie gehalten, gehandelt, eingesetzt oder als Einkommen erzielt werden.

Ab 2026 müssen Anbieter von Kryptowährungen - einschließlich Börsen und Makler - den nationalen Steuerbehörden die Identität der Nutzer und Transaktionsdaten melden. Diese Informationen werden dann automatisch zwischen den EU-Mitgliedstaaten ausgetauscht. Die Anbieter haben bis zum 1. Juli 2026 Zeit, dieser Vorschrift nachzukommen. Aber was bedeutet das in der Praxis für die größten europäischen Volkswirtschaften?

Deutschland: Stabilität für langfristige Inhaber

Deutschland bleibt eine der günstigsten Jurisdiktionen für langfristige Krypto-Investoren. Private Krypto-Bestände, die nach mehr als einem Jahr verkauft werden, sind vollständig steuerfrei. Ein Vorschlag, die Haltedauer auf zehn Jahre zu verlängern, wurde offiziell aufgegeben und im März 2025 wieder bestätigt.

Ab Januar 2026 ändert sich durch die DAC8-Richtlinie für individuelle Steuerzahler wenig. Die Hauptauswirkungen betreffen Dienstleister - einschließlich Nicht-EU-Plattformen, die deutsche Kunden bedienen -, die verpflichtet werden, Nutzerdaten und Transaktionen automatisch an die deutschen Steuerbehörden zu melden.

Frankreich: Pauschalsätze mit strengerer Aufsicht

Frankreich wendet einen relativ einfachen Rahmen an. Nicht-professionelle Kapitalgewinne aus Krypto-Verkäufen werden mit einem pauschalen Satz von 30 % besteuert, der Einkommensteuer und Sozialabgaben kombiniert. Gewerbliche Gewinne, die mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind, werden entweder nach der Körperschaftsteuer oder nach progressiven Einkommensteuersätzen besteuert.

Ab 2026 wird Frankreich seine Krypto-Buchführungs- und Compliance-Vorschriften für CASPs im Einklang mit MiCA weiter verschärfen. Die Umsetzung der DAC8-Meldepflichten wird später im Jahr 2026 erwartet, wodurch die Aufsicht eher verstärkt als die Steuersätze selbst geändert werden.

Spanien: Hohe Kontrolle und strenge Berichterstattung

Spanien verfolgt weiterhin einen der strengsten Ansätze in Europa. Gebietsansässige müssen bereits ausländische Krypto-Bestände von mehr als 50.000 Euro melden. Kapitalgewinne werden progressiv besteuert, während Einkünfte aus Staking, Mining oder Airdrops dem normalen Einkommenssteuersatz unterliegen, der bis zu 47 % betragen kann.

Ab dem 1. Januar 2026 wird DAC8 diese Pflichten vollständig verschärfen, was es schwieriger macht, grenzüberschreitende Bestände zu verbergen und die Transparenz deutlich erhöht.

Quellen:

https://www.cryptopolitan.com/crypto-tax-havens-in-europe/

https://www.cryptopolitan.com/global-crypto-tax-guide-2026/

Schlagworte: Crypto News
Last Updated: Apr 13, 2026