BITmarkets Team
Oct 28, 2025
In Finnland wird die überschüssige Wärme, die von Kryptowährungsfarmen Mining-Farmen erzeugt wird, nun zur Beheizung von Wohnhäusern genutzt. Das Mining von Kryptowährungen ist ein stromintensiver Prozess - wäre allein Bitcoin ein Land, würde es so viel Energie verbrauchen wie Finnland selbst.
Unternehmen, die sich auf das Mining spezialisiert haben, wie Hashlabs, Terahash, MARA und MinersLoop, haben eine effiziente Methode entwickelt, um die beim Mining entstehende Wärme aufzufangen und wiederzuverwenden.
Sie schließen wassergekühlte ASIC-Miner direkt an die Heizungssysteme der Städte an und leiten die aufgefangene Wärme in die städtischen Rohrleitungen. Ein ASIC (anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis) ist ein spezielles Gerät, das ausschließlich für das Mining von Kryptowährungen entwickelt wurde. Im Gegensatz zu anderen Arten von Mining-Geräten können ASICs nicht für etwas anderes verwendet werden.
Analysten schätzen, dass die Mining-Wärme jetzt die Häuser von rund 140.000 Finnen wärmt - das sind etwa 2,5 % der Bevölkerung des Landes. Das Beispiel Finnlands zeigt, wie das Krypto-Mining eine nachhaltige Energienutzung unterstützen und eine energieintensive Industrie in einen Beitrag zu erneuerbaren Wärmelösungen verwandeln kann. Experten gehen davon aus, dass sich ähnliche Projekte bald auf ganz Europa ausweiten könnten.
Eines der ersten Mining-Unternehmen, das überschüssige Krypto-Mining-Energie zum Heizen in Finnland nutzte, war Marathon Digital (MARA). Im Dezember kündigte das Unternehmen Pläne an, rund 80.000 Einwohner mit Wärme zu versorgen.
Diese Initiative baut auf einem im Juni gestarteten Pilotprojekt auf, bei dem Marathon 11.000 Häuser in der finnischen Region Satakunta mit Wärme versorgte. Durch die Erweiterung des Netzes kamen weitere 67.000 Einwohner hinzu.
Nach Angaben des Unternehmens vom Juni nutzt Marathon die Fernwärmetechnologie, um überschüssige Bitcoin-Mining-Wärme durch unterirdische Rohrleitungen zu leiten und die Häuser effizient zu beheizen.
Diese Art der "digitalen Kraft-Wärme-Kopplung" birgt immenses Potenzial. Schätzungen zufolge benötigt das Bitcoin-Mining etwa 91 Terawattstunden Strom pro Jahr - etwas mehr als Finnland selbst verbraucht. Kein Wunder, dass Finnland zu den Pionieren gehört, die Wege finden, diese riesige Menge an erzeugter Energie zu nutzen.
Quellen:
https://ua.news/en/money/u-finliandiyi-maining-riatuie-vid-kholodu-fermi-obigrivaiut-zhitlo
https://coinmarketcap.com/academy/article/what-is-asic-mining
https://crypto.com/de/bitcoin/bitcoin-energy-consumption