BITmarkets Team
Dec 10, 2025
Das OCC erklärt, dass Banken als Vermittler zwischen zwei Kunden agieren können: Einer möchte eine Kryptowährung kaufen, der andere möchte sie verkaufen, und die Bank verbindet die Geschäfte, ohne ein Preisrisiko zu übernehmen. Dieses Modell, das als "risikoloses Kapitalgeschäft" bekannt ist, ist auf den Aktien- und Anleihemärkten üblich. Die Regulierungsbehörde bestätigt nun, dass derselbe Rahmen für digitale Vermögenswerte gilt, wodurch sie rechtlich mit traditionellen Finanzinstrumenten gleichgestellt werden.
Der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen über eine Bank könnte für Nutzer, die ein reguliertes Umfeld bevorzugen, einen Wandel darstellen. Banken arbeiten unter strenger Aufsicht, haben etablierte Risikomanagement-Verfahren und können das Maß an Sicherheit und Vertrauen bieten, das viele zögerliche Anleger suchen.
Die Entscheidung des OCC signalisiert einen breiteren Wandel der US-Politik. Während Teile der Krypto-Branche in den letzten Jahren den regulatorischen Druck kritisiert haben, nimmt die neue Trump-Regierung eine offenere Haltung ein. OCC-Chef Jonathan Gould betont, dass digitale Vermögenswerte auf die gleiche Weise bewertet werden sollten wie herkömmliche elektronische Finanzdienstleistungen. Er argumentiert, dass der Bankensektor in der Lage ist, sich an neue Technologien anzupassen.
Eine breitere Beteiligung der Banken könnte die Marktstabilität stärken, neue Nutzer anziehen, den Wettbewerb unter den Dienstleistern erhöhen und die Akzeptanz von Kryptowährungen im Finanzalltag beschleunigen. Dies ist eine der bedeutendsten regulatorischen Veränderungen der letzten Jahre und könnte die Zukunft digitaler Vermögenswerte in den USA prägen.
Quellen:
https://www.occ.gov/topics/charters-and-licensing/interpretations-and-actions/2025/int1188.pdf