BITmarkets Team
Apr 01, 2026
Eine neue Umfrage, die Cointelegraph vorliegt, zeigt, dass mehr als 80 % der 16- bis 25-Jährigen mittlerweile Kryptowährungen kennen. Untersuchungen des Coinbase Institute und von JL Partners deuten darauf hin, dass Kryptowährungen, angeführt von Bitcoin (BTC), für junge Menschen zu einem wichtigen Einstiegspunkt werden, um sich mit Finanzen, Risiken und Anlagemöglichkeiten vertraut zu machen.
Traditionelle Finanzprodukte scheinen ins Hintertreffen zu geraten: Nur 43 % der Befragten kennen ein „Stocks & Shares Individual Savings Account“ und lediglich 20 % wissen über ein „Help to Buy ISA“ Bescheid. Der Bericht beschreibt diesen Wandel als eine Transformation der Finanzkompetenz nach dem Motto „Krypto zuerst, TradFi zweitens“.
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Vereinigte Königreich Pläne vorantreibt, kryptobasierte politische Spenden einzuschränken, was die wachsende Kluft zwischen der Art und Weise, wie jüngere Menschen mit Finanzsystemen umgehen, und der Art und Weise, wie politische Entscheidungsträger diese regulieren, deutlich macht. Tom Duff Gordon, Vice President of International Policy bei Coinbase, merkte an, dass das Vereinigte Königreich bald einen Zustrom von etwa 1,3 Millionen neuen Wählern erleben könnte, da die Gesetzgebung voranschreitet, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken. Er wies darauf hin, dass Kryptowährungen zu einem zunehmend relevanten Thema für politische Agenden werden.
Die Aussetzung von Krypto-Spenden wirft Fragen darüber auf, ob die Regulierung mit den technologischen Entwicklungen Schritt hält. In einem kürzlich veröffentlichten LinkedIn-Beitrag argumentierte Duff Gordon, dass Krypto-Transaktionen eine größere Transparenz bieten könnten als traditionelle Finanzsysteme.
Er wies darauf hin, dass Blockchain-Transaktionen in der Blockchain aufgezeichnet werden, was sie potenziell transparenter macht als Spenden in Fiat-Währungen. Er hob außerdem hervor, dass die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) Krypto-Unternehmen bereits im Rahmen der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beaufsichtigt.
Duff Gordon schlug vor, dass politische Spenden in Kryptowährung über bei der FCA registrierte Einrichtungen abgewickelt werden könnten, wobei dieselben Limits und Compliance-Standards gelten sollten wie bei herkömmlichen Spenden. Er warnte, dass die derzeitige Aussetzung negative Wahrnehmungen von Kryptowährungen verstärken und die Einführung eines ausgewogeneren Regulierungsrahmens verzögern könnte.
Der wachsende Einfluss jüngerer, kryptoaffiner Wähler gewinnt für politische Parteien zunehmend an Bedeutung. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sie mehr Vertrauen in eine Partei hätten, die Verständnis für Blockchain und digitale Vermögenswerte zeigt, während 26 % angaben, dass sie eher Parteien unterstützen würden, die eine innovationsfreundliche Krypto-Politik fördern.
Bitcoin hat sich mit einem Bekanntheitsgrad von 65 % zum bekanntesten Finanzprodukt in dieser Bevölkerungsgruppe entwickelt und übertrifft damit traditionelle Sparinstrumente wie ISAs und Anleihen.
Der ehemalige Kabinettsminister Alun Cairns erklärte, dass die aufstrebenden Wählergenerationen grundlegend andere Erwartungen in Bezug auf Geld, Technologie und Chancen hätten und dass sich politische Gruppierungen entsprechend anpassen müssten. Er fügte hinzu, dass Parteien, die diesen Wandel ignorieren, Gefahr laufen, an Relevanz zu verlieren, und wies darauf hin, dass digitale Vermögenswerte und Finanzinnovationen für die Einbindung zukünftiger Wähler immer wichtiger werden.
Die Umfrage ergab außerdem, dass rund zwei Drittel der jungen Menschen sich von der Regierung Aufklärung zum Thema Kryptowährungen wünschen, während 43 % angaben, sie würden einer politischen Partei mehr vertrauen, wenn diese Technologien wie Blockchain befürworten würde. Die Zustimmung zu solchen Ansätzen war bei bestimmten Wählergruppen sogar noch höher und erreichte 58 % unter den Anhängern der Reformpartei sowie 46 % unter den Labour-Wählern.
Duff Gordon kam zu dem Schluss, dass Krypto-Nutzer eine „einflussreiche Wählerschaft“ darstellen und dass die Nichtberücksichtigung ihrer Interessen das politische Engagement der kommenden Generationen schwächen könnte.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/crypto-gains-political-clout-uk-young-voters
https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7442883437692145664/