Südkorea will 2027 eine Kryptosteuer einführen

BITmarkets Team

May 12, 2026

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Crypto Tax
Das südkoreanische Finanzministerium hat bestätigt, dass die seit langem aufgeschobene Besteuerung von Gewinnen aus Kryptowährungen wie geplant im Januar 2027 in Kraft treten wird.

Die Ankündigung erfolgte durch Moon Kyung-ho, Leiter der Abteilung für Einkommensteuer des Ministeriums, während eines außerordentlichen parlamentarischen Forums zur Besteuerung virtueller Vermögenswerte, das am Donnerstag im Bürogebäude der Nationalversammlung in Seoul stattfand. Die Veranstaltung wurde von dem Abgeordneten Park Soo-young von der People Power Party und der Korea Tax Policy Association organisiert.

„Wir werden die Besteuerung virtueller Vermögenswerte wie geplant im Januar nächsten Jahres einführen“, sagte Moon. Dies ist offenbar die bislang deutlichste öffentliche Bestätigung des Ministeriums, dass das Rahmenwerk nach mehreren früheren Verzögerungen nun umgesetzt wird.

Nach dem geltenden Einkommensteuergesetz werden Gewinne aus der Übertragung oder Verleihung virtueller Vermögenswerte ab dem 1. Januar 2027 als „sonstige Einkünfte“ behandelt. Anleger, die jährlich mehr als 2,5 Millionen koreanische Won (etwa 1.800 US-Dollar) aus kryptobezogenen Aktivitäten erzielen, unterliegen einem Steuersatz von 22 %, bestehend aus 20 % Einkommensteuer und 2 % Kommunalsteuer. Die Regelungen werden voraussichtlich etwa 13,26 Millionen Anleger betreffen.

Steuerleitlinien und Koordinierung mit Börsen im Gange

Moon erklärte, die nationale Steuerbehörde bereite derzeit Leitlinien für das künftige Regelwerk vor und habe bereits mehrere Gespräche auf Arbeitsebene mit den fünf größten Kryptobörsen des Landes geführt. Dazu gehören Dunamu, Betreiber von Upbit, sowie Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax.

Laut Moon soll im Laufe des Jahres 2026 ein Entwurf für eine Bekanntmachung mit den Einzelheiten zur Umsetzung zur parlamentarischen Prüfung veröffentlicht werden. Obwohl er zunächst andeutete, die Leitlinien könnten „bald“ vorliegen, stellte er gegenüber Reportern später klar, dass die Veröffentlichung eher im Laufe dieses Jahres als sofort zu erwarten sei.

Die südkoreanischen Behörden haben das Steuerrahmenwerk für Kryptowährungen bereits zweimal verschoben und die Umsetzung von 2025 auf 2027 verzögert – aufgrund politischer Meinungsverschiedenheiten und Bedenken der Branche hinsichtlich der Bereitschaft der Börsen und der Besteuerungsschwellen. Vor kurzem hat die oppositionelle People Power Party einen Gesetzentwurf eingebracht, der darauf abzielt, die Steuer vollständig abzuschaffen, bevor sie in Kraft tritt.

Krypto-Branche äußert Bedenken hinsichtlich der AML-Compliance

Gleichzeitig hat sich die südkoreanische Krypto-Branche gegen vorgeschlagene Änderungen der Geldwäschebekämpfungsvorschriften (AML) des Landes gewehrt. Wie bereits berichtet, warnte die DAXA, die 27 registrierte Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte vertritt, dass die vorgeschlagenen Regeln den Compliance-Aufwand für Börsen drastisch erhöhen könnten.

Die vorgeschlagenen Änderungen würden Börsen dazu verpflichten, alle Transfers mit Auslandsbezug im Wert von 10 Millionen Won oder mehr als verdächtige Transaktionen zu kennzeichnen. DAXA argumentierte, dass dies die Zahl der gemeldeten Fälle von rund 63.000 im letzten Jahr auf mehr als 5,4 Millionen jährlich erhöhen könnte, was die Einhaltung der Vorschriften in der Praxis erschweren würde.

Die Vorschläge wurden am 30. März von der Finanzaufsichtsbehörde und der Finanzermittlungsstelle vorgelegt. Die öffentliche Konsultation zu den Vorschriften soll bis zum 11. Mai andauern, wobei die endgültigen Regelungen für Juli erwartet werden.

Quellen:

https://cointelegraph.com/news/south-korea-confirms-22-crypto-tax-will-go-ahead-in-january-2027-report

https://www.edaily.co.kr/News/Read?newsId=07160246645446624&mediaCodeNo=257&OutLnkChk=Y

Schlagworte: Crypto news
Last Updated: May 14, 2026