BITmarkets Team
Jul 31, 2026
Lee Jun-hee, CEO von Samsung SDS, sprach am Donnerstag während der Telefonkonferenz zum Ergebnis des zweiten Quartals über die mögliche Partnerschaft. „Wir haben uns bereits differenzierte Geschäftskompetenzen im Bereich der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte gesichert – durch das Projekt zur tokenisierten Wertpapierplattform der Korea Securities Depository sowie durch die End-to-End-Validierung [...] des gesamten Stablecoin-Prozesses von der Emission bis zur Abwicklung“, sagte Lee.
Er fügte hinzu, dass eine engere Zusammenarbeit mit Dunamu Samsung SDS dabei helfen könnte, seine Präsenz auf dem Markt für digitale Vermögensinfrastruktur auszubauen. Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem Samsung Electronics Pläne bekannt gegeben hatte, Stablecoin-Unterstützung in Samsung Wallet einzuführen, womit die Strategie des Konzerns im Bereich digitaler Vermögenswerte weiter ausgebaut wird.
Im Mai 2026 vereinbarten Samsung Securities, Samsung SDS und Samsung Card den Erwerb einer gemeinsamen Beteiligung von 4 % an Dunamu. Während der jüngsten Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen bezeichnete Lee die Investition Berichten zufolge als strategisch und nicht als rein finanziell. Er erklärte, beide Unternehmen planten, weiterhin potenzielle Geschäftsmodelle für die digitale Finanzinfrastruktur zu entwickeln. „Durch die Kombination der IT-Dienstleistungen, Cloud- und Sicherheitskompetenzen von Samsung SDS mit der Blockchain-Expertise von Dunamu wollen wir diesen Markt anführen“, hieß es im Transkript zum zweiten Quartal.
Die Initiative im Bereich digitaler Vermögenswerte ist Teil der umfassenderen Expansion von Samsung SDS in den Bereichen künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 3,72 Billionen koreanischen Won, was etwa 2,6 Milliarden US-Dollar entspricht und einem Anstieg von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Cloud-Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17 %, während der Umsatz mit externen Cloud-Kunden um 75 % zunahm, gestützt durch die Nachfrage nach Samsungs Cloud-Plattform und den „Graphics Processing Unit-as-a-Service“-Angeboten. Samsung SDS skizzierte zudem Pläne, die Kapazität seiner KI-Infrastruktur von derzeit 110 Megawatt bis 2029 auf 230 MW und bis 2031 auf über 800 MW zu erweitern, und unterstrich damit seine Strategie, die KI-Infrastruktur parallel zu digitalen Finanzdienstleistungen auszubauen.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/samsung-sds-stablecoin-infrastructure-dunamu
https://www.samsungsds.com/en/investor/ir_events/earnings-release.html