BITmarkets Team
Jun 23, 2026
Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass die luxemburgische Finanzaufsichtsbehörde die vorläufige Genehmigung erteilt habe. Nach der endgültigen Erteilung würde die Lizenz es Ripple ermöglichen, regulierte Krypto-Dienstleistungen für Banken, Fintech-Unternehmen und andere Unternehmen in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter einem einheitlichen Rechtsrahmen anzubieten.
Diese Entwicklung erfolgt kurz vor dem Stichtag am 1. Juli, an dem die MiCA-Vorschriften in der gesamten Europäischen Union vollständig in Kraft treten werden. Ripples jüngster regulatorischer Meilenstein baut auf seiner bestehenden Lizenz als E-Geld-Institut (EMI) in Luxemburg auf, die es dem Unternehmen bereits ermöglicht, regulierte E-Geld- und grenzüberschreitende Zahlungsdienste im gesamten EWR anzubieten.
Ripple erklärte, dass die Kombination aus der anstehenden CASP-Zulassung und der EMI-Lizenz eine umfassende regulatorische Grundlage für Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in ganz Europa schaffen werde. Nach Angaben des Unternehmens würden die beiden Lizenzen zusammen eine „vollständige Zahlungsinfrastruktur für Krypto-Assets und Stablecoins“ durch eine einzige Integration für Kunden ermöglichen.
Über Zahlungsdienste hinaus soll die Genehmigung die Expansion von Ripple in ein breiteres Spektrum kryptobezogener Aktivitäten in der gesamten Region unterstützen, in der die Nachfrage nach regulierten Lösungen für digitale Vermögenswerte weiter wächst. „MiCA hat dazu beigetragen, eine neue Welle der institutionellen Akzeptanz digitaler Vermögenswerte auszulösen, und wir beobachten, dass sich diese Nachfrage in der gesamten Region beschleunigt“, sagte Cassie Craddock, Geschäftsführerin von Ripple für Großbritannien und Europa.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass Europa bereits einen seiner wichtigsten Märkte darstellt, weshalb die regulatorische Klarheit im Rahmen von MiCA einen entscheidenden strategischen Vorteil darstellt.
Ripples Fortschritte erfolgen vor dem Hintergrund, dass Krypto-Unternehmen in ganz Europa darum wetteifern, sich eine MiCA-Zulassung zu sichern, bevor das neue Regulierungssystem vollständig in Kraft tritt. Das Regelwerk gilt weithin als eine der weltweit umfassendsten Krypto-Regulierungen und bietet lizenzierten Unternehmen einen regulatorischen Pass, der es ihnen ermöglicht, im gesamten EWR tätig zu sein.
Während Ripple im Genehmigungsverfahren offenbar vorankommt, warten mehrere große Akteure der Branche noch immer auf ihre Zulassung. Berichten zufolge sehen sich einige Börsen, darunter Binance, unter dem neuen Rahmenwerk weiterhin mit regulatorischer Unsicherheit konfrontiert.
Europa entwickelt sich zunehmend zu einem Testfeld dafür, wie eine groß angelegte Krypto-Regulierung mit Innovation und institutioneller Akzeptanz koexistieren kann. Unternehmen, die sich frühzeitig MiCA-Lizenzen sichern, könnten einen Wettbewerbsvorteil erlangen, da Unternehmen regulierte Partner für Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte und Stablecoins suchen.
Ripple verfügt derzeit weltweit über mehr als 75 behördliche Lizenzen, darunter die Zulassung der britischen Financial Conduct Authority, die das Unternehmen im Januar 2026 erhielt. Die jüngste Genehmigung stärkt die Position des Unternehmens weiter, während es seine regulierte Krypto- und Zahlungsinfrastruktur auf den wichtigsten globalen Märkten ausbaut.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/ripple-preliminary-casp-mica-license-july-1-deadline
https://ripple.com/ripple-press/ripple-secures-preliminary-MiCA-CASP-license/