Rekordwettbewerb und schwächere Gewinne bremsen Bergbauunternehmen

BITmarkets Team

Nov 25, 2025

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25.11.25.02
Bitcoin-Miner stehen vor einer der härtesten Phasen der letzten Jahre. Während die Gesamtrechenleistung des Bitcoin Netzwerks weiter ansteigt und im Oktober ein Allzeithoch von 1,16 ZH/s erreichte, schwächelte der Preis von Bitcoin im Herbst. Diese Kombination - mehr Schürfer konkurrieren um eine geringere Belohnung - hat die Rentabilität der gesamten Branche erheblich reduziert, so ein neuer Bericht von The Miner Mag.

Rekord-Netzwerkleistung und schwächerer Bitcoin-Preis

Die Hashrate, die Gesamtrechenleistung, die für die Sicherung des Bitcoin-Netzwerks aufgewendet wird, zeigt den Wettbewerbsdruck unter den Schürfern. Je höher die Hashrate steigt, desto mehr Maschinen wetteifern weltweit darum, kryptographische Aufgaben zu lösen und eine Blockbelohnung zu verdienen. Eine hohe Hashrate signalisiert zwar ein starkes Netzwerk, treibt aber auch die Kosten in die Höhe und verringert die Auszahlungen der einzelnen Miner.

Ende Oktober war der Preis von Bitcoin auf 81.000 Dollar gefallen, was den Druck noch verstärkte. Zusammen haben diese Faktoren das Einkommen der Miner stark reduziert.

Hashpreis auf Tiefststand und Maschinen-ROI über drei Jahre

Der Hashpreis zeigt, wie viel ein Miner pro Einheit Rechenleistung verdient. Wenn die Bitcoin-Preise fallen oder der Wettbewerb zunimmt, sinkt der Hashpreis. Dem Bericht zufolge ist er auf unter 35 $ gefallen, während öffentliche Mining-Firmen im Durchschnitt eher bei 45 $ liegen. Für kleinere Betreiber ist das nahezu kostendeckend.

Auch die Rentabilität von Mining-Hardware wird immer schwieriger. Investitionen, die sich früher innerhalb von zwei Jahren amortisiert haben, dauern heute mehr als 1.200 Tage - mehr als drei Jahre. Angesichts höherer Zinssätze und steigender Finanzierungskosten wird die Modernisierung von Minenfarmen für viele Unternehmen schwierig.

Ansteigende Verschuldung und der Vorstoß in die KI

Die gedrückten Margen treiben die Minenbetreiber zu einer höheren Verschuldung. Im vergangenen Quartal gab es eine Welle von fast zinslosen Wandelanleihen - Finanzierungen, die später in Eigenkapital umgewandelt werden können.

In der Zwischenzeit versuchen die Minenbetreiber zunehmend, ihre Rechenzentren zu monetarisieren, indem sie KI-bezogene Dienstleistungen und HPC (High Performance Computing) anbieten. Bisher sind die Einnahmen aus diesen Dienstleistungen zu gering, um die sinkenden Bitcoin-Mining-Einnahmen auszugleichen.

Überraschende Rallye bei Mining-Aktien

Trotz der sich verschlechternden Wirtschaftslage stiegen die Aktien der großen Miner in den letzten 24 Stunden stark an. CleanSpark, Cipher Mining und IREN verzeichneten allesamt zweistellige Kursgewinne.

Die Rallye wurde durch einen Bericht von J.P. Morgan ausgelöst, in dem die Kursziele für diese Unternehmen angehoben wurden. Die Analysten hoben hervor, dass Cipher gegenüber seinem Höchststand um etwa 45 % gefallen ist, was auf ein attraktives Aufwärtspotenzial hindeutet, und wiesen auf die starke Positionierung des Unternehmens im Hinblick auf neue langfristige HPC-Verträge hin.

Ein weiterer Katalysator war die kürzlich bekannt gegebene Vereinbarung von IREN mit Microsoft: ein Fünfjahresvertrag über 9,7 Mrd. USD zur Bereitstellung von Rechenleistung für Cloud-Dienste unter Verwendung von Nvidia GB300-GPUs. Es ist eines der größten Geschäfte dieser Art und ein klares Signal, dass Mining-Firmen über den Krypto-Sektor hinaus zu wichtigen Akteuren werden können. Analysten bleiben vorsichtig gegenüber Marathon Digital und Riot und führen schwächere Bitcoin-Preise und eine höhere Aktienverwässerung an.

Quellen:

https://theminermag.com/research/2025-11-24/bitcoin-mining-q3-2025

https://seekingalpha.com/news/4525339-jp-morgan-upgrades-cleanspark-cipher-mining

https://cointelegraph.com/news/iren-microsoft-ai-cloud-deal-bitcoin-miners-pivot

Schlagworte: Crypto news
Last Updated: Apr 13, 2026