BITmarkets Team
Jan 08, 2026
Die Richtlinie umfasst sogar grundlegende Vorgänge wie den Umtausch von Fiat-Währungen in Kryptowährungen, die Umwandlung eines Krypto-Vermögenswerts in einen anderen oder die Übertragung von Krypto-Beständen über regulierte Plattformen.
DAC8 schafft kein völlig neues Steuerkonzept. Stattdessen erweitert es die bisherigen EU-Richtlinien zur Steuerberichterstattung um Krypto-Vermögenswerte und gleicht sie an andere Finanzinstrumente an, die bereits der automatischen Meldepflicht unterliegen.
In der Praxis bedeutet dies, dass Kryptotransaktionen nun ähnlich behandelt werden wie Geschäfte mit Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapieren.
Für die meisten Krypto-Nutzer führt DAC8 keine grundlegend neuen Verpflichtungen ein. Nutzer müssen ihrem Krypto-Asset-Dienstleister die Möglichkeit geben, sie ordnungsgemäß zu identifizieren, damit der Anbieter relevante Transaktionsdaten an die nationalen Steuerbehörden melden kann.
Diese Anforderung galt bereits vor dem 1. Januar 2026 für Nutzer traditioneller Anlageplattformen. In diesem Sinne lässt sich DAC8 mit elektronischen Verkaufsaufzeichnungen vergleichen, allerdings angepasst an den Kryptosektor.
Das Hauptziel von DAC8 ist es, den Steuerbehörden die Überprüfung zu erleichtern, ob Gewinne aus dem Kryptohandel in Steuererklärungen korrekt angegeben wurden.
Vor DAC8 konnten die Behörden Informationen über bestimmte Personen anfordern, aber der Prozess war langsam und mit hohem Verwaltungsaufwand verbunden. Nach den neuen Vorschriften müssen Krypto-Dienstleister Transaktionsberichte automatisch einreichen, was die Transparenz erheblich verbessert.
Die wichtigsten Änderungen gelten für Krypto-Asset-Dienstleister. Ab Januar 2026 sind sie verpflichtet, Jahresberichte einzureichen, in denen die Krypto-Transaktionen ihrer Kunden detailliert aufgeführt sind.
Die Nichteinhaltung kann zu Strafen nach nationalem Recht führen. In der Tschechischen Republik können die Geldstrafen bis zu 1,5 Millionen CZK (ca. 62.000 €) betragen.
Obwohl DAC8 formal ab dem 1. Januar 2026 gilt, haben Krypto-Unternehmen eine Übergangsfrist. Die Anbieter haben bis zum 1. Juli 2026 Zeit, ihre Berichtssysteme, Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden und internen Kontrollen vollständig anzupassen.
Nach Ablauf dieser Frist können unvollständige oder fehlende Meldungen Sanktionen nach sich ziehen. Die Mitgliedstaaten sind außerdem neu verpflichtet, der Europäischen Kommission über die Wirksamkeit der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Steuerumgehung im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten Bericht zu erstatten.p>
Quellen: