BITmarkets Team
Jan 12, 2026
In einem Beitrag auf X argumentierte Buterin, dass die Bindung an den US-Dollar zwar kurzfristig funktionieren mag, aber der langfristigen Vision von Widerstandsfähigkeit und Unabhängigkeit widerspricht.
„Die Bindung an den USD ist kurzfristig in Ordnung, aber Teil der Vision von nationalstaatlicher Widerstandsfähigkeit sollte auch die Unabhängigkeit von diesem Kursindex sein. Was wäre, wenn es in einem Zeitraum von 20 Jahren zu einer Hyperinflation käme, selbst wenn diese nur moderat ausfiele?“, schrieb Buterin. Er stellte die Frage, ob Stablecoins stattdessen an einen Korb aus mehreren Währungen gebunden werden sollten, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit zu verbessern.
Die zweite Herausforderung, die Buterin hervorhob, betrifft Oracles, Mechanismen, die Blockchain-Systeme mit Daten aus der realen Welt, wie z. B. Vermögenspreisen, versorgen. Da Blockchain-Netzwerke nicht direkt auf externe Informationen zugreifen können, sind sie auf Oracles angewiesen, um Preisdaten in Smart Contracts einzuspeisen. Wenn ein Oracle von Akteuren mit ausreichendem Kapital manipuliert werden kann, wird das gesamte System anfällig.
Das dritte Problem betrifft die Staking-Rendite, die Buterin als versteckte Spannungsquelle bezeichnete. Bei Ethereum beinhaltet Staking das Sperren von Ether, um das Netzwerk im Austausch für Renditen zu sichern. Wenn Stablecoins durch gestaked Ether gedeckt sind, stehen Nutzer vor einem impliziten Kompromiss: Staking-Belohnungen konkurrieren mit potenziellen Renditen für Stablecoin-Inhaber und zwingen diese effektiv dazu, niedrigere Renditen zu akzeptieren.
Buterin kam zu dem Schluss, dass dezentrale Stablecoins nicht auf feste Sicherheitenniveaus angewiesen sein können. Bei starken Markteinbrüchen müssen Systeme in der Lage sein, sich dynamisch neu auszubalancieren. Ohne Echtzeit-Anpassungen der Sicherheiten besteht die Gefahr, dass Stablecoins in Zeiten extremer Volatilität ihre Bindung verlieren.
Quellen:
https://x.com/VitalikButerin/status/2010253778365055363?s=20