BITmarkets Team
Dec 16, 2025
In seinem Jahresbericht 2025 analysierte Cloudflare den weltweiten E-Mail-Verkehr und stellte fest, dass 5,6 % der E-Mails als bösartig eingestuft wurden. Die Situation hat sich im Laufe des Jahres deutlich verschlechtert. Im November kletterte der Anteil gefährlicher E-Mails auf fast 10 %, fast doppelt so hoch wie im Jahresdurchschnitt.
Nach Angaben von Cloudflare können diese E-Mails zum Diebstahl von Anmeldedaten, persönlichen Daten oder direkten finanziellen Verlusten führen. Die Angreifer setzen zunehmend auf ausgeklügelte Betrugsmaschen, die auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen sind.
Diese Erkenntnisse sind für Krypto-Investoren besonders relevant. Phishing-Angriffe, die auf Kryptowährungen, Händler, Investoren und Führungskräfte von Krypto-Unternehmen abzielen, haben in den letzten Monaten zugenommen und werden immer fortschrittlicher.
Das Risiko ist bei Kryptowährungen höher, denn sobald ein Opfer auf einen bösartigen Link klickt oder digitale Vermögenswerte an einen Angreifer sendet, gibt es in der Regel keinen Weg zurück. Transaktionen sind unumkehrbar, und verlorene Gelder können oft nicht wiedererlangt werden.
Cloudflare identifizierte trügerische Links als die am weitesten verbreitete Art von Bedrohung, die in 52 % aller bösartigen E-Mails vorkommen. Damit sind sie der dominierende Angriffsvektor.
An zweiter Stelle steht der Identitätsdiebstahl, der 38 % der Bedrohungen ausmacht, gegenüber 35 % im Jahr 2024. Angreifer geben sich als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen aus, indem sie gefälschte Domains, ähnlich aussehende Domain-Namen oder manipulierte Absendernamen verwenden.
Unter den am häufigsten missbrauchten Domains stach ".christmas" mit 92,7 % der bösartigen E-Mails und weiteren 7,1 % der Spam-Mails als problematischste heraus. Weitere häufig missbrauchte Domains waren ".lol", ".forum", ".help", ".best" und ".click".
Ähnlich besorgniserregende Daten stammen vom Cybersecurity-Unternehmen Barracuda. Seine Forscher analysierten 670 Millionen E-Mails, die im Jahr 2025 als bösartig oder Spam gekennzeichnet wurden. Die Ergebnisse bestätigen, dass E-Mails nach wie vor der häufigste Einstiegspunkt für Cyberangriffe sind.
Eine von vier E-Mails war Spam. Ein Viertel aller HTML-Anhänge enthielt bösartigen Code, und 12 % der bösartigen PDF-Anhänge standen im Zusammenhang mit Bitcoin-Betrug. Experten zufolge ist die Kombination von Anhängen und Links eines der wichtigsten Werkzeuge, die Angreifer nutzen, um Malware zu verbreiten und Phishing-Kampagnen zu starten.
Hornet Security wies auch auf einen langfristigen Trend hin und stellte fest, dass E-Mails im Jahr 2025 ein "beständiger Verbreitungskanal" für Cyberangriffe waren. Die Anzahl der E-Mails, die Malware enthalten, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 131 %.
Für normale Nutzer und Krypto-Investoren gleichermaßen ist die Botschaft klar: Vorsicht im Umgang mit E-Mails ist wichtiger denn je. Die Überprüfung von Absendern, verdächtigen Links und Anhängen ist keine Paranoia mehr, sondern ein grundlegendes Element der digitalen Sicherheit - insbesondere in einer Zeit, in der Angreifer es zunehmend auf Kryptowährungen abgesehen haben.
Quellen:
https://radar.cloudflare.com/year-in-review/2025#malicious-emails
https://www.barracuda.com/reports/2025-email-threats-report
https://www.hornetsecurity.com/us/blog/cybersecurity-report-2026-press-release/