BITmarkets Team
Jun 25, 2026
Die am Mittwoch angekündigte Initiative wird in Zusammenarbeit mit Circuit, einer auf Innovation und Forschung ausgerichteten Kreditgenossenschafts-Serviceorganisation (CUSO), und Curql, einem Fintech-Investmentnetzwerk, das mehr als 160 Kreditgenossenschaften vertritt, entwickelt.
Im Rahmen des Programms können die teilnehmenden Institute eine Reihe von Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in einer kontrollierten Umgebung erproben, bevor sie diese in ihre bestehenden Bankensysteme integrieren.
Das Pilotprojekt ermöglicht es Kreditgenossenschaften, verschiedene Blockchain-bezogene Produkte und Dienstleistungen zu testen, darunter Stablecoin-Zahlungen, tokenisierte Einlagen, Bitcoin (BTC)-Dienste, Krypto-On- und Off-Ramps sowie Staking-Funktionen. Die Initiative baut auf der übergeordneten Strategie von Stablecore auf, Funktionen für digitale Vermögenswerte direkt in die traditionelle Bankinfrastruktur zu integrieren.
Anfang dieses Jahres trat das Unternehmen dem „Jack Henry Fintech Integration Network“ bei und erhielt damit Zugang zu rund 1.670 Bank- und Kreditgenossenschaftskunden, die die Kernbankensysteme von Jack Henry nutzen. Im Rahmen des neuen Programms können Kreditgenossenschaften mit einem Gesamtvermögen von rund 25 Milliarden US-Dollar prüfen, wie sich Stablecoins und andere Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in ihre Geschäftsabläufe integrieren lassen.
Kreditgenossenschaften sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des US-Finanzsystems: Mehr als 4.200 bundesweit versicherte Institute betreuen Millionen von Mitgliedern im ganzen Land. Während die Zahl der Kreditgenossenschaften im Laufe der Zeit allmählich zurückgegangen ist, sind die Gesamtmitgliederzahl und das Gesamtvermögen weiter gewachsen.
Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen, die auf ein wachsendes Interesse der Kreditgenossenschaften an der Einführung von Stablecoins hindeuten. Im Februar schlug die National Credit Union Administration (NCUA) einen Lizenzierungsrahmen für Emittenten von Zahlungs-Stablecoins vor, die über Tochtergesellschaften von bundesweit versicherten Kreditgenossenschaften tätig sind.
Gemäß dem Vorschlag wäre jeder Stablecoin-Emittent, der mit einer Tochtergesellschaft einer Kreditgenossenschaft verbunden ist, verpflichtet, vor der Ausgabe von zahlungsorientierten Stablecoins eine NCUA-Lizenz einzuholen. Der aktuelle Vorschlag konzentriert sich in erster Linie auf Lizenzierungs- und Aufsichtsanforderungen, während zusätzliche Vorschriften zu Reserven, Kapitalanforderungen, Liquiditätsstandards und Risikomanagement voraussichtlich in künftigen Regelungsphasen eingeführt werden.
Insgesamt deuten diese Entwicklungen darauf hin, dass sich US-Kreditgenossenschaften zunehmend darauf einstellen, am wachsenden Ökosystem der Stablecoins und digitalen Vermögenswerte teilzunehmen, während sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiterentwickeln.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/credit-unions-join-stablecoin-infrastructure-program