BITmarkets Team
Jul 24, 2026
Außerdem werden sie prüfen, wie Stablecoin-Zahlungen von internationalen Besuchern genutzt werden könnten, die bei Händlern in ganz Japan Einkäufe tätigen. Darüber hinaus planen JCB und Circle, Technologien zu untersuchen, die die Interoperabilität zwischen mehreren Blockchain-Netzwerken verbessern.
Die Partnerschaft baut auf einer separaten Initiative auf, die JCB im Januar gemeinsam mit Digital Garage und Resona Holdings gestartet hat und in deren Rahmen Stablecoin-Zahlungen in stationären Einzelhandelsgeschäften getestet werden. Ziel dieses Projekts ist es, die technischen und betrieblichen Voraussetzungen für die Einführung von Stablecoin-Zahlungen bei inländischen Händlern zu ermitteln. Obwohl noch kein Zeitplan für die kommerzielle Einführung bekannt gegeben wurde, gaben die Unternehmen bekannt, dass sie beabsichtigen, weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Stablecoin-Infrastruktur im Bereich grenzüberschreitender Zahlungen und Händlerdienstleistungen zu erkunden.
USDC ist derzeit mit einem Umlaufvolumen von rund 73 Milliarden US-Dollar der weltweit zweitgrößte Stablecoin hinter Tethers USDT von Tether, das laut DefiLlama über einen Umlaufbestand von rund 184 Milliarden US-Dollar verfügt.
Die Vereinbarung reiht sich in eine wachsende Zahl von Stablecoin-Projekten ein, die in diesem Jahr in Japan angekündigt wurden, da Unternehmen zunehmend Blockchain-basierte Zahlungs- und Abwicklungslösungen testen. Im Juni wurde berichtet, dass Circle und Nomura, Japans größte Investmentbank, einen auf Stablecoins basierenden Devisenabwicklungsdienst entwickeln. Die Plattform würde es japanischen Unternehmen ermöglichen, Yen in USDC umzuwandeln, um grenzüberschreitende Zahlungen mit nahezu sofortiger Abwicklung durchzuführen.
Vor kurzem kündigte der Convenience-Store-Betreiber Lawson Pläne an, im August an einem Standort in Tokio mit dem Test von Zahlungen in Yen-denominierten Stablecoins zu beginnen. Unterdessen startete das japanische Zahlungsunternehmen Netstars einen Zahlungsdienst für Händler, der USDC, USDT und JPYC über die Solana- und Polygon-Blockchains unterstützt.
Japan gehört weiterhin zu den ersten großen Volkswirtschaften, die einen umfassenden Rechtsrahmen für Stablecoins geschaffen haben. Änderungen des Zahlungsdienstleistungsgesetzes, die 2023 in Kraft traten, ermöglichen es Banken, Treuhandgesellschaften und lizenzierten Geldtransferanbietern, mit Fiat-Währungen gedeckte Stablecoins auszugeben.
Das Land treibt zudem eine umfassendere Regulierung von Kryptowährungen voran. Im Juni verabschiedete das japanische Unterhaus ein Gesetz, das Krypto-Vermögenswerte als Finanzinstrumente einstuft – ein Schritt, der den Weg für Krypto-Exchange-Traded-Funds (ETFs) ebnen und gleichzeitig die Branche strengeren Finanzmarktvorschriften unterwerfen könnte.
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