Japan verlangt neue Ausgleichsreserven für Börsen

BITmarkets Team

Nov 25, 2025

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25.11.25.04
Japan bewegt sich in Richtung einer strengeren Aufsicht über den Sektor der digitalen Vermögenswerte. Nach einem Bericht von Nikkei plant die Finanzdienstleistungsbehörde (FSA), von Kryptowährungsbörsen zu verlangen, dass sie spezielle Rücklagen unterhalten, um Nutzer im Falle von Hacks oder anderen außergewöhnlichen Vorfällen zu entschädigen. Der Schritt ist eine Reaktion auf eine Reihe globaler Börsenverletzungen und spiegelt Japans umfassendere Bemühungen wider, den Anlegerschutz in einem der aktivsten Kryptomärkte der Welt zu stärken.

Neue Reservefonds sollen Nutzer schützen

Der Financial System Council, ein Beratungsgremium der FSA, wird die Änderung voraussichtlich in einem Bericht nach der Sitzung am Mittwoch offiziell empfehlen. Der Vorschlag sieht vor, dass Börsen und Kryptodienstleister sogenannte Haftungsreservefonds einrichten müssen - ein spezielles Polster, das eine schnelle Entschädigung betroffener Nutzer nach Sicherheitsvorfällen ermöglicht.

Die Regulierungsbehörde beabsichtigt außerdem, die Verfahren zu straffen, um schnelle Auszahlungen zu gewährleisten und langwierige Streitigkeiten zu vermeiden. Japan räumt dem Schutz der Nutzer zunehmend Vorrang vor der Marktexpansion ein, was im Einklang mit seiner langjährigen Politik der strengen Überwachung von Krypto-Aktivitäten steht.

Japan ist mit 12 Millionen Konten ein globales Kryptozentrum

Die FSA unterstreicht die wachsende Bedeutung von Kryptowährungen in der Wirtschaft des Landes. Im Februar gab es in Japan rund 12 Millionen registrierte Krypto-Konten, was etwa zehn Prozent der Bevölkerung entspricht. Der Markt gilt als technologisch ausgereift und durchweg attraktiv für globale Akteure.

Zu den geplanten Überarbeitungen gehört die Möglichkeit, Banken künftig den Kauf und das Halten von Kryptowährungen zu erlauben - eine Änderung, die digitale Vermögenswerte noch näher an das Mainstream-Finanzwesen heranführen würde.

Stablecoins gewinnen an Fahrt: Japan führt Yen-gebundene Token ein

Die Verschärfung der Vorschriften erfolgt inmitten einer raschen Expansion des japanischen Stablecoin-Marktes. Das in Tokio ansässige Fintech-Unternehmen JPYC hat vor kurzem den JPYC-Token auf den Markt gebracht, der 1:1 an den japanischen Yen gekoppelt und durch Bankeinlagen und Staatsanleihen gedeckt ist - ein Modell, das die Regulierungsbehörden für ideal halten.

Bis vor zwei Jahren war es nach japanischem Recht verboten, Stablecoins außerhalb des Bankensektors auszugeben. Erst in diesem Jahr hat die FSA angedeutet, dass der erste offiziell zugelassene Yen-gesicherte Token im Jahr 2026 auf den Markt kommen könnte.

Große Finanzinstitute steigen ebenfalls in diesen Bereich ein. Die Mitsubishi UFJ Financial Group, die Sumitomo Mitsui Banking Corporation und die Mizuho Bank haben die Progmat-Plattform zur Unterstützung einer sicheren Token-Emission ins Leben gerufen. Nach vorliegenden Berichten arbeiten sie an ihren eigenen stabilen Token, die das traditionelle Finanzsystem ergänzen könnten.

Quellen:

https://asia.nikkei.com/spotlight/cryptocurrencies/japan-to-require-crypto-exchanges-to-set-aside-liability-reserves

https://www.fsa.go.jp/news/r7/singi/20251119.html

https://news.livedoor.com/article/detail/29807537/?utm_source=chatgpt.com

https://corporate.jpyc.co.jp/news/posts/jpyc-ex-launch

https://www.nikkei.com/nkd/company/us/C/news/?DisplayType=1&ng=DGXZQOUB146U8014082025000000

Schlagworte: Crypto news
Last Updated: Apr 13, 2026