BITmarkets Team
Sep 08, 2026
Die Gruppe soll festlegen, wie die Blockchain-Infrastruktur gestaltet werden soll, die Zuständigkeiten von Behörden und privaten Finanzinstituten definieren und Anfang 2027 einen Entwicklungsfahrplan vorlegen. Sollte das Projekt offiziell genehmigt werden, könnte das System Anfang der 2030er Jahre in Betrieb gehen.
Die vorgeschlagene Infrastruktur würde einen Teil der Einlagen, die Geschäftsbanken derzeit auf ihren Girokonten bei der BOJ halten, tokenisieren. Diese digitalen Token könnten dann in der Blockchain zirkulieren und für den Interbank-Abrechnungsverkehr genutzt werden, wodurch Transaktionen möglicherweise sofort abgewickelt werden könnten, anstatt auf den bestehenden Abrechnungszyklus warten zu müssen. Dieser Ansatz könnte zudem die Abwicklung auch außerhalb der üblichen Marktöffnungszeiten ermöglichen.
Derzeit erfolgt die Abwicklung von Standard-Aktiengeschäften in Japan auf T+2-Basis, was bedeutet, dass Transaktionen zwei Geschäftstage nach der Ausführung abgeschlossen werden. Inländische Geschäfte mit japanischen Staatsanleihen werden in der Regel auf T+1-Basis abgewickelt, also einen Geschäftstag nach dem Handel. Ein Blockchain-basiertes System könnte diese Zeiträume erheblich verkürzen und Abwicklungsverzögerungen auf beiden Märkten reduzieren.
Die geplante Arbeitsgruppe wird Aufsichtsbehörden, die Zentralbank, Regierungsstellen und Finanzinstitute zusammenbringen, um zu erörtern, wie das System innerhalb des bestehenden japanischen Finanzrahmens funktionieren könnte. Die Initiative stellt einen weiteren Schritt zur Integration der Blockchain-Technologie in die traditionelle Marktinfrastruktur dar und birgt das Potenzial, eine schnellere und flexiblere Abwicklung bei wichtigen Finanzanlagen zu ermöglichen.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/japan-weighs-blockchain-fast-lane-for-securities-cash-settlement
https://www.jpx.co.jp/english/equities/clearing-settlement/tplus2-settlement-cycle/
https://market.jsda.or.jp/shijyo/saiken/kessai/jgb_kentou/index.html