BITmarkets Team
Jan 02, 2026
"Die RBI plädiert daher nachdrücklich dafür, dass die Länder Digitalwährungen der Zentralbanken gegenüber privat ausgegebenen Stablecoins den Vorzug geben sollten, um das Vertrauen in das Geld aufrechtzuerhalten, die finanzielle Stabilität zu bewahren und eine Zahlungsinfrastruktur der nächsten Generation zu entwickeln, die schneller, billiger und sicherer ist."
Der Bericht stellt auch fest, dass Stablecoins zusätzliche Kanäle für systemische Risiken einführen können, insbesondere in Zeiten von Marktstress, so dass es "von entscheidender Bedeutung ist, dass die Länder die damit verbundenen Risiken sorgfältig bewerten und die für ihr Finanzsystem geeigneten politischen Maßnahmen festlegen."
Die Haltung kommt, nachdem die indische Regierung in ihrem Economic Survey 2025-2026 signalisiert hat, dass sie eine mögliche Regulierung von Stablecoins prüft, während die RBI weiterhin zur Vorsicht gegenüber kryptobezogenen Entwicklungen mahnt. Als Währungsbehörde des Landes dürfte die RBI einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie digitale Vermögenswerte in Indien letztlich behandelt werden.
Die Debatte um CBDCs bleibt umstritten. Kritiker haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Privatsphäre und der Möglichkeit einer Schwächung des traditionellen Bankensektors geäußert, wenn Privatpersonen zu direkten Kunden der Zentralbanken werden. Befürworter hingegen argumentieren, dass CBDCs die Effizienz des Zahlungsverkehrs verbessern und die finanzielle Inklusion erweitern könnten.
In ihrem Bericht argumentiert die RBI, dass CBDCs die gleichen Vorteile bieten können, die Stablecoins oft zugeschrieben werden, wie Effizienz, Programmierbarkeit und sofortige Abrechnung, während sie gleichzeitig die mit staatlichem Geld verbundene Glaubwürdigkeit und Sicherheit beibehalten. "Die RBI behält eine vorsichtige Haltung gegenüber Krypto-Vermögenswerten, einschließlich Stablecoins, bei und räumt einer souveränen digitalen Infrastruktur Vorrang ein, um die monetäre Souveränität in Zeiten globaler Veränderungen zu schützen und die Finanzstabilität zu erhalten", so die Bank.
Weltweit nimmt das Interesse an Stablecoins weiter zu, wobei Finanzinstitute in den USA, Europa und Asien diese für schnellere und billigere Überweisungen im Vergleich zu traditionellen Zahlungswegen erkunden. Diese Dynamik hat zu einem starken Wachstum des Sektors geführt, wobei die Marktkapitalisierung von Stablecoins laut DefiLlama von etwa 205 Mrd. $ zu Beginn des Jahres 2025 auf 307 Mrd. $ zum Jahresende gestiegen ist.
Die Akzeptanz von CBDC bleibt dagegen begrenzt. Daten des Atlantic Council zeigen, dass bisher nur Nigeria, die Bahamas und Jamaika CBDCs vollständig eingeführt haben. Weitere 49 Länder führen Pilotprogramme durch, 20 entwickeln die Technologie aktiv, und 36 befinden sich noch in der Forschungsphase, was das langsame Tempo der weltweiten Einführung unterstreicht.
Quellen:
https://www.rbi.org.in/Scripts/PublicationReportDetails.aspx?UrlPage=&ID=1308
https://cointelegraph.com/news/india-central-bank-cbdc-vs-stablecoins