BITmarkets Team
Jan 12, 2026
Diese Selfies werden mit einer Software überprüft, die Augen- und Kopfbewegungen verfolgt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass KI-generierte Deepfakes die KYC-Kontrollen umgehen. Die Plattformen sind außerdem verpflichtet, bei der Anmeldung die Geolokalisierung und IP-Adresse des Nutzers sowie den genauen Zeitpunkt der Kontoerstellung zu protokollieren. Bankkonten müssen durch eine kleine Testüberweisung bestätigt werden, und Nutzer müssen vor der Kontoeröffnung einen zusätzlichen, von einer Behörde ausgestellten Lichtbildausweis sowie verifizierte E-Mail-Adressen und Handynummern vorlegen.
Die aktualisierten Regeln spiegeln Indiens zunehmend strenge Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten in einem Markt mit mehr als 1,4 Milliarden Menschen wider, in dem breitere Akzeptanz von Kryptowährungen die Teilnahme an On-Chain-Aktivitäten erheblich ausweiten könnte.
Gleichzeitig erklärten Beamte der indischen Einkommensteuerbehörde gegenüber Gesetzgebern, dass Kryptowährungen und dezentrale Finanzdienstleistungen die Steuererhebung erschweren. Sie argumentierten, dass dezentrale Börsen, anonyme Wallets und der grenzüberschreitende Charakter von Kryptotransaktionen die traditionellen Durchsetzungsinstrumente schwächen, während unterschiedliche Steuersysteme in verschiedenen Rechtsordnungen die Aufsicht zusätzlich erschweren.
Nach dem indischen Einkommensteuergesetz werden Gewinne aus Krypto-Geschäften mit einem Pauschalsatz von 30 % besteuert, wobei nur der ursprüngliche Kaufpreis abgezogen werden kann. Verluste aus anderen Krypto-Trades können nicht zum Ausgleich von Gewinnen verwendet werden, was die Möglichkeiten der Händler einschränkt, ihre Steuerlast zu reduzieren.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/india-tighten-kyc-crypto-user-onboarding