BITmarkets Team
Dec 19, 2025
Die Hacker konzentrierten sich vor allem auf große Kryptobörsen, Dienste und Wallets, die beträchtliche Geldbeträge halten. Diese Strategie wird zunehmend als "Großwildjagd" bezeichnet.
Nahezu 70 Prozent der Gesamtverluste stammten aus nur drei Angriffen. Der größte war der Hack der Bybit-Börse, bei dem rund 1,4 Milliarden Dollar gestohlen wurden. Laut Chainalysis waren diese Angriffe bis zu tausendmal größer als ein durchschnittlicher Vorfall.
"Es braucht nur ein oder zwei massive Verstöße, um ein ganzes Jahr extrem aussehen zu lassen", sagte Andrew Fierman von Chainalysis und fügte hinzu, dass ähnliche Szenarien in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden können.
Hacker zielen zunehmend auf persönliche Krypto-Wallets und den Diebstahl von Zugangsdaten ab. Während diese Angriffe im Jahr 2024 fast die Hälfte der Verluste ausmachten, sank ihr Anteil in diesem Jahr auf etwa ein Fünftel. Ohne den Bybit-Vorfall wäre der Anteil deutlich höher gewesen.
Die Gesamtverluste durch Angriffe auf Geldbörsen sanken von 1,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf rund 713 Millionen Dollar, trotz einer steigenden Zahl von Vorfällen.
Ein positiver Trend ist bei DeFi zu erkennen. Der Gesamtwert, der in dezentralen Finanzprojekten gebunden ist, hat etwa 119 Milliarden Dollar erreicht, mehr als das Doppelte des Tiefstwertes von 2023. Trotz dieses Wachstums ist die Zahl der Hacks nicht signifikant gestiegen.
Verbesserte Sicherheitspraktiken und eine Verlagerung des Fokus der Hacker auf zentralisierte Plattformen und Endnutzer erklären diese Entwicklung.
Nordkoreanische Hackergruppen waren für Krypto-Diebstähle in Höhe von insgesamt 2,02 Milliarden Dollar verantwortlich. Die Zahl der Angriffe ist zwar nicht gestiegen, aber ihre Raffinesse und ihre Auswirkungen haben zugenommen.
Diese Gruppen verlassen sich zunehmend auf langfristige Infiltrationsstrategien, einschließlich des Auftretens als IT-Fachleute oder des Ausnutzens von Schwachstellen bei Drittanbietern.
Das Krypto-Ökosystem ist nicht von Natur aus gefährlicher als zuvor, aber die Risiken sind ungleichmäßig verteilt. Große Börsen und einzelne Wallets bleiben die Hauptziele. Für die Nutzer bleiben Sicherheitsbewusstsein und Diversifizierung unerlässlich.
Quelle:
https://www.chainalysis.com/blog/crypto-hacking-stolen-funds-2026/
https://cointelegraph.com/news/crypto-3-4-billion-losses-2025-wallet-hacks