Großbritannien plant erhebliche Steuererleichterungen für DeFi-Nutzer

BITmarkets Team

Nov 28, 2025

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28.11.25.03
Das Vereinigte Königreich steuert auf eine der bedeutendsten Krypto-Regulierungsänderungen der letzten Jahre zu. Die HMRC hat einen Vorschlag eingebracht, der das Leben von Menschen, die dezentralisierte Finanzen - bekannt als DeFi - nutzen, drastisch vereinfachen könnte, einschließlich derer, die nicht aktiv am Krypto-Sektor teilnehmen.

DeFi bezieht sich auf Dienstleistungen, die ohne Banken oder Vermittler funktionieren. Nutzer können ihre Krypto-Assets in spezialisierte Anwendungen einzahlen, wo sie ausgeliehen werden können, Belohnungen verdienen oder mit anderen Assets kombiniert werden können. Während die technische Seite komplex ist, ist die praktische Idee einfach: Der Nutzer parkt seine Kryptowährung, und das System arbeitet damit. Genau hier stößt das derzeitige britische Steuersystem auf Probleme.

Steuer fällt nur bei tatsächlicher Veräußerung an, nicht bei einfachen Übertragungen

Nach den derzeitigen Regeln kann ein Brite, der Token in eine Leihplattform oder einen Liquiditätspool einzahlt, eine sofortige Kapitalertragssteuer auslösen - selbst wenn kein tatsächlicher Gewinn vorliegt und der Nutzer lediglich Token von einem Dienst zu einem anderen verschoben hat.

Die HMC schlägt nun vor, dass solche Aktionen nicht mehr als steuerpflichtige Ereignisse gelten. Stattdessen würden sie unter eine "Kein Gewinn, kein Verlust"-Regelung fallen. Die Steuer würde erst dann erhoben, wenn der Nutzer die Token tatsächlich veräußert, also zu dem Zeitpunkt, an dem ein tatsächlicher Gewinn oder Verlust entsteht.

Für alltägliche Krypto-Nutzer würde dies weniger Stress, weniger Papierkram und eine erhebliche Verringerung der Nachverfolgung technischer Mikrotransaktionen bedeuten, die derzeit selbst erfahrene Nutzer verwirren.

Noch ist nichts endgültig. HMRC sammelt weiterhin Feedback

Obwohl die Begeisterung groß ist, ist die Reform noch nicht bestätigt. HMRC konsultiert weiterhin Experten, Unternehmen und regelmäßige Nutzer, um sicherzustellen, dass das neue Rahmenwerk alle relevanten Transaktionsarten abdeckt und gleichzeitig einfach genug ist, dass auch Nicht-Experten folgen können.

Bislang wurden 32 formelle Antworten eingereicht, darunter von Binance, dem Risikofonds a16z und dem Branchenverband CryptoUK. Alle betonen, dass das derzeitige System verwirrend ist und aktive Nutzer oft ungerecht bestraft.

Was dies für Großbritannien bedeutet

Wenn der Vorschlag angenommen wird, könnte er andere Länder inspirieren, die ebenfalls um eine faire Besteuerung von DeFi und digitalen Vermögenswerten kämpfen. Es würde auch signalisieren, dass London beabsichtigt, ein relevantes globales Zentrum für Krypto-Geschäfte zu bleiben, indem es klare und faire Regeln anbietet.

Für die Nutzer sind es vor allem gute Nachrichten: Wenn HMRC vorankommt, werden viele unnötige Barrieren innerhalb von DeFi verschwinden und das gesamte System transparenter machen.

Quellen:

https://www.gov.uk/government/consultations/the-taxation-of-decentralised-finance-involving-the-lending-and-staking-of-cryptoassets/outcome/the-taxation-of-decentralised-finance-defi-involving-the-lending-and-staking-of-cryptoassets-summary-of-responses

https://x.com/MariaRiivari/status/1994180213488460111

Schlagworte: Crypto news
Last Updated: Apr 10, 2026