FSB: Lücken in Krypto-Regeln können Misserfolge verursachen

BITmarkets Team

Oct 20, 2025

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20.10.25.01

Das Financial Stability Board (FSB) hat gewarnt, dass erhebliche Lücken in der Krypto-Regulierung in den verschiedenen Ländern ernsthafte Risiken für die globale Finanzstabilität darstellen könnten. In ihrem jüngsten Bericht hebt die internationale Finanzaufsichtsbehörde hervor, dass trotz der Fortschritte bei der Regulierung von Kryptowährungen und, in geringerem Maße, von globalen Stablecoins weiterhin große Unstimmigkeiten bestehen.

"Die Märkte für Kryptowährungen und ihre Regulierung entwickeln sich rasch. Die Überprüfung zeigt, dass die Rechtsordnungen bei der Regulierung von Krypto-Asset-Aktivitäten und in geringerem Maße bei globalen Stablecoin-Vereinbarungen Fortschritte gemacht haben. Sie zeigt jedoch auch erhebliche Lücken und Unstimmigkeiten auf, die Risiken für die Finanzstabilität und die Entwicklung eines widerstandsfähigen Ökosystems für digitale Vermögenswerte darstellen könnten", heißt es in dem Bericht.

Risiken der Regulierungsarbitrage

Dem FSB zufolge können Krypto-Unternehmen und Stablecoin-Emittenten uneinheitliche Regulierungen ausnutzen, indem sie sich die günstigsten Rechtsordnungen "aussuchen". Diese Praxis - bekannt als regulatorische Arbitrage - könnte wiederum Marktschocks verstärken.

"Unterschiedliche Regeln könnten zu einer Dynamik führen, die Schocks verschärfen könnte", sagte John Schindler, Generalsekretär des FSB, in einem Interview mit der Financial Times. "

Die Warnung kam inmitten von Diskussionen auf der Jahrestagung des IWF und der Weltbank in Washington, wo globale Regulierungsbehörden über unterschiedliche Ansätze zur Krypto-Aufsicht debattierten.

Unterschiedliche globale Ansätze

Seit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus Anfang des Jahres haben die Vereinigten Staaten eine kryptofreundlichere Haltung eingenommen. Im Gegensatz dazu bleiben viele europäische Länder vorsichtig, während China die meisten Krypto-Aktivitäten gänzlich verboten hat. In Ländern wie Mexiko und Indien gibt es immer noch keine umfassenden regulatorischen Rahmenbedingungen.

Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England und Vorsitzender des FSB, merkte bei einer Veranstaltung in Washington an, dass einige Länder bei Krypto-Innovationen einen Ansatz verfolgen, der "tausend Blumen blühen lässt". Er fügte jedoch hinzu, dass eine globale Koordinierung bald notwendig sein werde, um eine harmonisiertere Regulierungslandschaft zu erreichen.

Das Leverage-Problem

Schindler äußerte auch Bedenken über die fehlende Regulierung von Leverage in Krypto-Märkten - wie etwa die Kreditaufnahme gegen Risiken oder die Verwendung von Schulden zur Verstärkung von Handelspositionen. Nach Angaben des FSB haben nur Bermuda und die Bahamas die Krypto-Kreditaufnahme und Kreditvergabe vollständig reguliert und verlangen von den Anbietern, dass sie Gegenparteirisiken verwalten und Kapitalpuffer vorhalten. Ohne solche Maßnahmen, so warnt das FSB, könnte die Hebelwirkung "Nachschussforderungen und kaskadenartige Ausfälle bei Marktstress" auslösen.

Das Financial Stability Board wurde im April 2009 nach der globalen Finanzkrise gegründet und hat seinen Sitz in Basel, Schweiz. Seine Aufgabe ist es, die internationale Finanzstabilität zu fördern, indem es die nationalen Regulierungsbehörden und Standardisierungsgremien koordiniert und eine kohärente Umsetzung der Politik weltweit gewährleistet.

Quellen:

https://www.ft.com/content/86593f5c-b524-4050-951b-d19ddcfb6158

https://www.fsb.org/2025/10/thematic-review-on-fsb-global-regulatory-framework-for-crypto-asset-activities/

https://www.reuters.com/sustainability/boards-policy-regulation/g20-risk-watchdog-warns-significant-gaps-global-crypto-rules-2025-10-16/

https://www.fsb.org/about/#mandate

 

Schlagworte: Crypto News
Last Updated: Jul 06, 2026