BITmarkets Team
Nov 10, 2025
Finnland wird der erste EU-Mitgliedsstaat sein, der ab 2026 internationale Regeln für die Meldung von Krypto-Vermögenswerten umsetzen wird. Die nordische Nation wird bei der Übernahme des OECD-Rahmens, der die Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit internationalen Kryptotransaktionen verringern soll, eine Vorreiterrolle übernehmen. Es wird erwartet, dass andere EU-Länder im Jahr 2027 oder 2028 folgen werden.
Finnland geht mit neuen Krypto-Steuerregelungen schnell voran und plant, bis 2026 einen nationalen Berichtsrahmen einzuführen. Laut Bloomberg positioniert sich Finnland mit diesem Schritt als klarer Vorreiter unter den EU-Mitgliedstaaten. Das Hauptziel ist es, die Besteuerung aller digitalen Vermögenswerte zu klären und sich den globalen Bemühungen um finanzielle Transparenz anzuschließen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) entwickelt, einen neuen globalen Standard zur Förderung des automatischen Informationsaustauschs zwischen Ländern. CARF definiert "Krypto-Vermögenswerte" als "digitale Wertdarstellung, die auf einem kryptografisch gesicherten verteilten Hauptbuch oder einer ähnlichen Technologie beruht, um Transaktionen zu validieren und abzusichern."
Nach den neuen Regeln müssen Krypto-Vermögensdienstleister (CASPs) in Finnland im Jahr 2026 mit der detaillierten Datenerfassung beginnen, wobei die ersten Jahresberichte im Januar 2027 fällig sind.
CARF zielt nicht nur darauf ab, Steuerhinterziehung zu bekämpfen, sondern auch die Transparenz zu erhöhen, das Risiko von Betrug und Geldwäsche zu verringern und die Compliance im Kryptomarkt zu stärken. CARF ersetzt jedoch nicht die MiCA-Verordnung der EU, die umfassendere Aspekte wie die Zulassungsanforderungen für CASPs und Regeln für Stablecoins abdeckt. Beide Rahmenwerke sind so konzipiert, dass sie sich gegenseitig ergänzen.
Mehr als 50 Länder haben sich bereits verpflichtet, CARF bis 2027 umzusetzen, weitere 20 planen die Einführung bis 2028. Der finnische Vorschlag geht sogar noch weiter als die Mindeststandards der OECD und die DAC8-Richtlinie der EU, indem er strengere Meldepflichten für CASPs einführt, um die Fähigkeit der Behörden zu verbessern, Kapitalgewinne und -verluste bei in Finnland ansässigen Personen zu beurteilen.
Quellen:
https://www.six-group.com/en/newsroom/news/financial-information/2025/carf-article.html
https://www.livebitcoinnews.com/crypto-news-finland-to-launch-crypto-reporting-framework-by-2026/
https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/networks/global-forum-tax-transparency/commitments-carf.pdf