BITmarkets Team
Apr 09, 2026
In einem aktuellen Bericht prognostiziert das Unternehmen, dass das Stablecoin-Volumen allein durch organisches Wachstum bis 2035 auf etwa 719 Billionen US-Dollar ansteigen könnte, ausgehend von etwa 28 Billionen US-Dollar im Jahr 2025.
Sollten zusätzliche Faktoren hinzukommen, könnte diese Zahl noch weiter steigen. Chainalysis nannte zwei wesentliche Katalysatoren: einen groß angelegten generationsübergreifenden Vermögenstransfer von rund 100 Billionen US-Dollar von den Babyboomern an jüngere, eher kryptowährungsaffine Nutzer sowie das Potenzial, dass Stablecoins zur dominierenden Zahlungsinfrastruktur werden.
„Berücksichtigt man diese Katalysatoren, ändern sich unsere Prognosen: Das Volumen könnte sich 2035 1,5 Billiarden US-Dollar nähern – eine Zahl, die die geschätzten 1 Billiarde US-Dollar an heutigen globalen grenzüberschreitenden Zahlungen übersteigen würde“, so Chainalysis.
Wachstumsannahmen verdeutlichen Umfang und Unsicherheit
Die Prognose am oberen Ende stellt ein aggressives Szenario dar, das bestehende finanzielle Benchmarks übertreffen würde. Zum Vergleich: Die globalen Überweisungsströme wurden für 2023 auf 865 Milliarden US-Dollar und für 2024 auf 905 Milliarden US-Dollar geschätzt, was weit unter den prognostizierten Stablecoin-Volumina liegt.
Selbst die Basisprognose von 719 Billionen US-Dollar würde ein anhaltendes durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 133 % über das nächste Jahrzehnt erfordern. Dies würde auch die Schätzungen des gesamten globalen Vermögenswerts übertreffen, den World Population Review auf rund 662 Billionen US-Dollar über Banken, Immobilien und Bargeld beziffert. Branchenanalysten betonen, dass das Transaktionsvolumen eher die Häufigkeit von Geldbewegungen widerspiegelt als die Gesamtmenge des im Umlauf befindlichen Kapitals.
Laut Rachael Lucas, Analystin bei BTC Markets, sollte die Prognose von 1,5 Billiarden Dollar eher als optimistische Obergrenze denn als Basisprognose betrachtet werden. Sie merkte an, dass die beschleunigte Infrastrukturentwicklung die Grundlage für eine höhere Akzeptanz schaffe.
„Die Infrastruktur wird gerade aufgebaut. Die Übernahme von Bridge durch Stripe, die Partnerschaft von Mastercard mit BVNK – das sind operative Wetten, keine Experimente. Nimmt man die regulatorische Klarheit durch den GENIUS Act hinzu, kann die institutionelle Beteiligung in einem Ausmaß skalieren, das zuvor einfach nicht möglich war“, fügte sie hinzu.
Lucas hob auch die Rolle demografischer Veränderungen als Motor für zukünftiges Wachstum hervor. „Der generationsübergreifende Vermögenstransfer wird den Rest erledigen. Millennials und die Generation Z sind die ersten Generationen, für die On-Chain-Lösungen Standard sind und keine bewusste Entscheidung.“
Umfragedaten von OKX stützen diesen Trend und zeigen, dass 40 % der Generation Z und 36 % der Millennials in den Vereinigten Staaten planen, ihre Krypto-Aktivitäten zu verstärken, verglichen mit nur 11 % der Babyboomer.
Stablecoins werden zunehmend als wichtiger Treiber für die Akzeptanz angesehen. Eine Studie von EY-Parthenon ergab, dass 13 % der Finanzinstitute und Unternehmen bereits Stablecoins nutzen, während 54 % derjenigen, die sie noch nicht nutzen, davon ausgehen, sie innerhalb des nächsten Jahres einzuführen.
Quellen:
https://corporate.visa.com/en/products/visa-direct/resources/money-travels-report.html
https://cointelegraph.com/news/stablecoin-volumes-1-5-quadrillion-2035-how
https://www.chainalysis.com/blog/stablecoin-utility-future-of-payments/