BITmarkets Team
May 30, 2026
In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung bestätigte die Aufsichtsbehörde die Genehmigung der Kontrakte, die es Händlern ermöglichen, auf die Kursbewegungen von Bitcoin zu spekulieren, ohne den Basiswert direkt zu besitzen. Laut CFTC:
„Die Anordnung basierte auf Darstellungen und Unterlagen von Kalshi zur Unterstützung seines Antrags auf Genehmigung durch die Kommission, einschließlich seiner Erläuterung und Analyse der Vertragsbedingungen des BTCPERP-Kontrakts, der Beschaffenheit des zugrunde liegenden Rohstoffmarkts und der Übereinstimmung des BTCPERP-Kontrakts mit den geltenden Bestimmungen des Commodity Exchange Act und den darauf basierenden Vorschriften der Kommission, einschließlich der für [Designated Contract Markets] geltenden Kernprinzipien.“
Kalshi kündigte die Einführung der Kontrakte kurz nach Erhalt der Genehmigung an und machte damit einen weiteren Schritt zur Ausweitung seiner Rolle auf dem Derivatemarkt.
Perpetual Futures, allgemein als „Perps“ bekannt, sind Derivate, die es Händlern ermöglichen, von Kursbewegungen eines Vermögenswerts zu profitieren, ohne den Vermögenswert selbst zu halten. Die neu genehmigten Kontrakte werden über Kalshi verfügbar sein und auch Nutzern von Coinbase zugänglich sein. Die Genehmigung, in Verbindung mit einer separaten No-Action-Position, die Coinbase gewährt wurde, signalisiert eine entgegenkommendere Haltung der CFTC gegenüber Krypto-Derivaten.
Paul Grewal bezeichnete die Entscheidung als „bahnbrechende Premiere für die Branche“. In einer separaten Erklärung hob die Aufsichtsbehörde zudem hervor, dass Märkte für digitale Vermögenswerte für den kontinuierlichen Handel besonders gut geeignet sein könnten. Laut der CFTC „könnten sich Derivate, die sich auf Krypto-Vermögenswerte beziehen, aufgrund ihrer digitalen Infrastruktur und globalen Reichweite gut für den 24/7-Handel eignen“. Die Behörde stellte die Kryptomärkte Sektoren wie der Landwirtschaft gegenüber, in denen die Handelsaktivitäten oft von regionalen Faktoren und traditionellen Marktstrukturen beeinflusst werden.
Diese Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem große Finanzinstitute weiterhin Modelle für den Rund-um-die-Uhr-Handel prüfen. Anfang dieser Woche kündigte auch die CME Group Pläne für einen 24/7-Handel mit Krypto-Futures an, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.
Die Genehmigung erfolgt inmitten anhaltender rechtlicher und regulatorischer Debatten rund um Prognosemärkte in den Vereinigten Staaten. Anfang dieser Woche unterstützte Donald Trump öffentlich den CFTC-Vorsitzenden Michael Selig und die Zuständigkeit der Behörde für Prognosemärkte. Trumps Äußerungen erfolgten, während mehrere US-Bundesstaaten weiterhin rechtliche Schritte verfolgen, die darauf abzielen, Prognosemarktplattformen einzuschränken oder zu verbieten.
Selig hat argumentiert, dass die CFTC gemäß dem Commodity Exchange Act die „ausschließliche Zuständigkeit“ für solche Produkte habe. Trotz der wachsenden Bedeutung der Regulierungsbehörde bei der Aufsicht über Krypto- und Prognosemärkte ist Selig derzeit weiterhin sowohl Vorsitzender als auch einziger Kommissar der Behörde.
Die CFTC soll eigentlich mit einer fünfköpfigen, parteiübergreifenden Kommission arbeiten, doch bis Freitag waren noch keine weiteren Nominierungen zur Besetzung der freien Sitze bekannt gegeben worden. Die Entwicklungen unterstreichen die zunehmende Konvergenz zwischen Kryptohandel, Derivatemärkten und behördlicher Aufsicht, da sich Produkte im Bereich digitaler Vermögenswerte immer weiter der etablierten Finanzinfrastruktur annähern.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/cftc-crypto-perpetual-contracts-trading-advisory
https://x.com/iampaulgrewal/status/2060365347065319600
https://www.cftc.gov/PressRoom/PressReleases/9240-26