BITmarkets Team
Apr 16, 2026
Der „Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025“ wurde von beiden Kammern des Parlaments verabschiedet und markiert einen bedeutenden Schritt hin zur Schaffung einer umfassenden Regulierungsstruktur für den Krypto-Sektor. Der Gesetzentwurf sieht Änderungen an bestehenden Finanzgesetzen vor, mit dem Ziel, den Verbraucherschutz zu stärken, die Marktintegrität zu verbessern und klarere regulatorische Leitlinien zu schaffen.
Das Gesetz wartet nun auf die königliche Zustimmung; danach tritt es nach einer Frist von 12 Monaten in Kraft, begleitet von einer zusätzlichen Übergangsfrist, damit Unternehmen die neuen Anforderungen erfüllen können.
Nach dem neuen Rahmenwerk müssen Krypto-bezogene Unternehmen, einschließlich Börsen und Verwahrungsplattformen, eine australische Finanzdienstleistungslizenz von der Australian Securities and Investments Commission einholen.
Vertreter der Branche haben diesen Schritt als lang erwartete Entwicklung begrüßt. Der Digital Economy Council of Australia (DECA) hob die Bedeutung eines speziellen, auf digitale Vermögenswerte zugeschnittenen Rechtsrahmens hervor.
„Zum ersten Mal verfügen wir über einen Rechtsrahmen, der sich direkt auf Plattformen für digitale Vermögenswerte bezieht. Er bietet Unternehmen, Investoren und Regulierungsbehörden die lang erwartete Klarheit und markiert einen Wandel von Unsicherheit hin zur Umsetzung“, so der DECA.
Zusätzliche Leitlinien, die in einem Anhang zum Gesetzentwurf enthalten sind, liefern weitere Details dazu, wie die Vorschriften in der Praxis anzuwenden sind, insbesondere in Bezug auf Verwahrungsvereinbarungen. Der ehemalige Finanzbeamte Jazz Ozvald merkte an, dass der Anhang klarstellt, wie das Gesetz digitale Vermögenswerte behandelt, die durch Multi-Party Computation (MPC) gesichert sind – eine kryptografische Methode, bei der die Kontrolle über Vermögenswerte auf mehrere Teilnehmer verteilt wird.
Die Klarstellung legt fest, dass regulatorische Verpflichtungen nur für Plattformen gelten, die Krypto-Vermögenswerte direkt im Namen von Kunden halten. Dienste, die lediglich Technologie zur Verwaltung oder Sicherung von Vermögenswerten bereitstellen, einschließlich MPC-basierter Lösungen, bei denen die Kontrolle geteilt wird, unterliegen nicht denselben Lizenzanforderungen, es sei denn, sie übernehmen die Verwahrung von Geldern.
Diese Unterscheidung soll sicherstellen, dass sich die behördliche Aufsicht auf Unternehmen konzentriert, die direkte Kontrolle über die Vermögenswerte der Nutzer haben, während Anbieter von unterstützender Infrastruktur ohne unnötige Einschränkungen operieren können.
Quellen:
https://cointelegraph.com/news/australia-pass-bill-mandate-crypto-exchange-license