BITmarkets Team
May 27, 2026
Neben TeraWulf (WULF), dessen Kurs nach der Nachricht über den Erwerb eines neuen Standorts für ein Rechenzentrum in Kentucky um bis zu 17 % stieg, schlossen die Aktien von Hut 8 (HUT), IREN und Riot Platforms (RIOT) alle mit einem Plus von mehr als 5 %. Diese Entwicklung unterstreicht das wachsende Interesse der Anleger an Mining-Unternehmen, die Energieressourcen und Rechenzentrumsinfrastruktur umnutzen, um KI- und HPC-Betrieb zu unterstützen – Sektoren, die von einigen als stabilere und diversifiziertere Einnahmequellen angesehen werden als das reine Krypto-Mining.
Der Kursanstieg fiel mit dem Erreichen neuer Rekordhöhen des S&P 500 über 7.500 Punkten zusammen, was vor allem durch starke Gewinne bei Technologie- und Halbleiteraktien gestützt wurde. Der Philadelphia Semiconductor Index, der die großen US-Halbleiterunternehmen abbildet, legte am Dienstag um 5,6 % zu und ist seit Jahresbeginn um fast 77 % gestiegen.
Die Dynamik des Halbleitersektors hat auch das Marktvertrauen in Bitcoin-Miner gestärkt, die in die KI-Infrastruktur expandieren, da sie Zugang zu den für Hochleistungsrechner erforderlichen großen Stromkapazitäten und Rechenzentren haben.
Jüngste Untersuchungen von Bernstein Research ergaben, dass 11 börsennotierte Bitcoin-Miner gemeinsam ein bestehendes und prognostiziertes Stromportfolio von rund 27 Gigawatt kontrollieren. Analysten argumentieren, dass dies zunehmend an Wert gewinnen könnte, da die Nachfrage nach KI-Rechenzentren zunimmt.
Der Bericht deutete darauf hin, dass der Zugang zu zuverlässiger Stromversorgung – und nicht nur die Halbleiterversorgung allein – sich zu einem der größten Hindernisse für den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur entwickelt. Diese Entwicklung könnte Bitcoin-Miner zu strategischen Partnern für Hyperscaler und KI-Unternehmen machen, die nach operativer Infrastruktur und einsatzbereiter Energiekapazität suchen.
Laut Bernstein wird der Übergang vom Krypto-Mining hin zu KI-fokussierter Infrastruktur bei großen Mining-Unternehmen bereits deutlicher sichtbar. Das Unternehmen hob IREN als Beispiel für ein Unternehmen hervor, das sein Geschäftsmodell schrittweise vom Bitcoin-Mining hin zu KI-Infrastrukturdienstleistungen verlagert.
Bernstein verwies auf die jüngste Vereinbarung von IREN mit Microsoft und schätzte, dass die Partnerschaft einen annualisierten Umsatz von etwa 3,7 Milliarden US-Dollar für den KI-Cloud-Infrastrukturbetrieb des Unternehmens ermöglichen könnte.
Der Trend deutet darauf hin, dass sich einige Bitcoin-Miner zunehmend nicht nur als Anbieter von Krypto-Infrastruktur, sondern auch als Akteure in der expandierenden KI-Wirtschaft positionieren und dabei bestehende Energieanlagen und ihr Know-how im Bereich Rechenzentren nutzen, um neue Wachstumsquellen zu erschließen.
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