News Analyse FTX-Fall abgeschlossen: Anleger vollständig entschädigt

FTX-Fall abgeschlossen: Anleger vollständig entschädigt

May 13, 2024 Analyse
BITmarkets | FTX-Fall abgeschlossen: Anleger vollständig entschädigt

Die berüchtigte Geschichte der untergegangenen Kryptobörse FTX, die vor anderthalb Jahren zusammenbrach, steht nun kurz vor ihrer Auflösung. Der Gründer und ehemalige CEO, Sam Bankman-Fried, wurde kürzlich zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er FTX-Kunden um rund 11 Mrd. USD betrogen hatte.

Am 8. Mai reichten die FTX-Schuldner ihren voraussichtlichen Sanierungsplan und die dazugehörige Offenlegungserklärung beim US-Konkursgericht ein. In den Dokumenten heißt es, dass alle Gläubiger und Kunden vollständig, einschließlich Zinsen, entschädigt werden.

Es wird erwartet, dass 98% der FTX-Gläubiger 118% ihrer zulässigen Forderungen innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Plans erhalten werden. Andere Gläubiger sollen 100 % ihrer zulässigen Forderungen erhalten, zuzüglich einer Entschädigung in Milliardenhöhe für den Zeitwert ihrer Investitionen.

Wie und warum kann FTX es sich leisten, die Zinsen auszuzahlen?

In den bereits erwähnten Dokumenten wird behauptet, dass zwischen 14,3 und 16,4 Mrd. $ zur Verteilung zur Verfügung stehen. Selbst nach der Konkursanmeldung gelang es FTX, die erforderlichen Mittel und mehr durch die Monetarisierung einer Vielzahl von Vermögenswerten zu sichern, von denen die meisten Investitionen von Alameda Research oder FTX Ventures waren oder aus Rechtsstreitigkeiten stammten.

Diese Behauptungen sind jedoch möglicherweise nicht ganz korrekt. Das Gericht hat eine einzige Währung, den US-Dollar, zur Bezeichnung aller Forderungen verwendet. FTX zahlt jedoch auch Personen aus, die Kryptowährungen an seiner Börse gehalten haben. Diese Praxis ist in anderen Krypto-Konkursfällen üblich, aber nicht eindeutig.

Wenn ein Kunde zum Beispiel 1 Bitcoin an der Börse besaß, wird ihm der Wert von 1 Bitcoin zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs von FTX ausgezahlt, der etwa 18.000 Dollar betrug. Der Kunde erhält also nicht 1 Bitcoin, sondern etwa 0,3 BTC, die, wenn er sie bis jetzt behalten hätte, um etwa 300 % gestiegen wären.

Das Konkursgericht muss nun den Bewertungszeitpunkt für diese Forderungen festlegen. Diese Rückzahlung könnte auch etwas Liquidität in den Markt bringen, da sich erleichterte Kunden mit ihrem lang erwarteten Geld für den Kauf weiterer Bitcoin entscheiden könnten.

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